Italien

Reise in die Emilia-Romagna vom 19. - 21. Oktober 2012

Selbst eine Stichwort artige Zusammenfassung dessen, was das Gebiet um Modena und Reggio Emilia bietet, ergibt eine längere Liste. Da wären einmal die historisch bedeutsamen Orte wie Modena als Bischofssitz mit seinem Dom, die Stadt Reggio Emilia mit ihrem Ratssaal, in welchem die Gründung des modernen Italiens stattfand, die Benediktiner Abtei Nonantola mit ihrem unglaublichen Kirchenschatz; weiters die kulinarischen Spezialitäten wie Tortellini, Aceto Balsamico di Modena und der Lambrusco Wein und schliesslich die bekannten Namen aus dem Automobilbau wie Ferrari, Maserati, Lamborghini und De Tomaso. Das ergibt für drei Tage mehr als genug Kultur der unterschiedlichsten Art. Wer noch tiefer in die Geschichte steigen will, der trifft hier auf Spuren der Römer, Langobarden, Hunnen und Goten, der grossen und mächtigen Familien der oberitalienischen Fürsten und Herrscher, den Feldzügen der Österreicher und Napoleons und so fort.
Es würde zu weit führen. hier auch nur annähernd darauf eingehen zu wollen. Aber Interessierte können - Wikipedia sei Dank! - sich anhand dieser Aufzählung selber weiter informieren.

An dieser Stelle sei nur auf die Legende zur Entstehung der Tortellini hingewiesen (se non è vero è ben trovato!). Danach soll Venus im damaligen Bologna sich in einem Wirtshaus eingefunden haben. Ob sie dort Jupiter treffen wollte oder ob es sich um eine Einladung des Wirts handelte ist unklar. Leider können die Beteiligten dazu nicht mehr befragt werden. Wie dem auch sei, der Koch des Gasthauses soll durch das Schlüsselloch einen Blick ins Zimmer der Venus erhascht und so ihren Bauchnabel gesehen haben. Er soll dermassen beeindruckt gewesen sein, dass er den Bauchnabel der Venus aus Teig nachformte. Hätte sich die Venus im entscheidenden Moment umgedreht, so hätten wir wohl heute keine Tortellini, aber wir wüssten vielleicht, woher die Form der Weggli stammt ....

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Kleinstädte in Oberitalien vom 28. - 30.10.2011

Die Reise des Vereins der Freunde des Historischen Museums Luzern führte uns in die östlich von Mailand gelegenen Orte Crespi d’Adda, Crema, Cremona, Soncino, Lodi und Lodi Vecchio. Alle diese Kleinstädte bergen verschiedenste Kunstschätze aus ihrer reichen und wechselvollen Geschichte. Geschichtliche Ereignisse und Epochen aus der Zeit der Sforza, der Feldzüge Napoleons (Schlacht von Lodi), aber auch die Geschichten von Camillo und Peppone tauchen dabei aus dem Gedächtnis auf. Es waren aber vornehmlich wenig bekannte und oft versteckt gelegene romanische und barocke Sakralbauten, die uns Reiseleiter Dr. Horat enthüllte.

Ein Höhepunkt besonderer Art war der Start in Crespi d’Adda. Der als UNESCO Welterbe anerkannte Ort beim Zusammenfluss von Adda und Brembo ist ein einmaliges industriearchäologisches Beispiel eines von Grund auf geplanten Produktionsstandortes mit Textilfabrik und dazugehörigen Arbeiter Wohnquartieren mit Schulen, Bädern, Waschhaus, Pfarrei, Arztpraxis bis hin zum eigenen Friedhof.


Unterwegs kamen aber auch lokale Besonderheiten wie die Geigenbauertradition in Cremona oder die ebenfalls dort unter dem Namen „Torrone e Nougat“ bekannten Schleckereien. Historisch und kulinarisch schlossen wir die Reise in Lodi mit einem feinen Mittagessen im gemütlichen Keller des „Spagnuolo“ ab.

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Fotoreise in die Toskana vom 04. - 07. Oktober 2010

Der „sonnige“ Süden empfing uns mit Regen und es blieb die ganze Zeit über wechselhaft bis trüb. Keine idealen Voraussetzungen für Landschaftsbilder. Zwischenzeitliche Aufhellungen liessen uns aber dann doch noch einen Eindruck von der malerischen Landschaft mitnehmen. Auf der Anreise zu unserem Hotel in Colle di Val d’Elsa (ca 20 km NW von Siena) nahmen wir den Weg durch die Apuanischen Alpen im Norden der Toskana. Auf dieser Strecke boten sich die Brücken von Bagni di Lucca für einen ersten Fotohalt an. Ein Besuch im Städtchen Vinci (mit dem Geburtshaus von Leonardo da Vinci) rundete den ersten Reisetag ab.

Die Region „le Crete“ zwischen Siena und Asciano mit ihren sanften, lang gestreckten Hügeln und den darauf gelegenen alt herrschaftlichen Höfen mit ihren Baum bestandenen Zufahrten ist wohl das Inbild dessen, was man gemeinhin als „typisch toskanische“ Landschaft bezeichnet. Fotografische Fundgruben sind aber auch die kleinen verstreuten Städte in dieser Gegend. Ein ausgedehnter Bummel durch Asciano entschädigte uns vollends für das durchzogene Wetter am zweiten Tag.

Die „unvermeidliche“ Fahrt durch das Chianti Gebiet stand im Zentrum unseres dritten Reisetages. Selbstredend waren die Rebberge und die eben gestartete Weinlese das Hauptthema. Das faszinierendste Motiv des Tages war aber die Metzgerei in Greve di Chianti. Der optische Eindruck und der Appetit erzwingende Geruch der ausgestellten und an der Decke hängenden Schinken und Salami blieben uns noch lange im Sinn und in der Nase haften.
Auf der Rückweg zwang uns ein Unfall bedingter Stau auf der Autobahn zwischen Florenz und Bologna zu einem Umweg über den Passo della Futa, was sich als Glücksfall erwies. Die durch teils wildromantische Natur führende Pass Strasse zu verpassen, wäre echt ein Verlust auf unserer Reise gewesen.