Griechenland

Griechenland 2017
Rückblick

Wenn wir in unserem Rückblick von Griechenland sprechen, so umfassen unsere Erfahrungen die Aufenthalte auf den Inseln Spetses, Samos und Ikaria, sowie einen Tagesausflug nach Athen.

Das Wetter meinte es (zu) gut mit uns. Eigentlich hatten wir diverse Fotowanderungen eingeplant, aber bei Tagestemperaturen von teilweise deutlich über 30 Grad macht das keinen Spass. Unsere Wandertätigkeit hielt sich daher leider in Grenzen.

Ganz generell berührte uns die Gastfreundschaft, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, wie wir sie überall antrafen, sehr positiv. Genossen haben wir auch die griechische Küche, vor allem die Fischküche. Eher traurig stimmten uns die unzähligen baulichen Zeugen der Krise und die hässlichen Resultate eines wildwüchsigen Bauwesens.
In Athen und Piräus herrschte eine Art verdichteter Bauweise vor, die wohl mehrheitlich durch die Willkür vieler Bauherren entstanden ist als durch städteplanerische Vorgaben. Leider stehen dadurch auch viele antike Fragmente in Athen etwas verloren inmitten wenig gepflegter Umgebungen oder an verstopften Strassen und verlieren daher viel von ihrem historischen Glanz.

Spetses
Die kleine Insel Spetses, vor der Südostspitze des Peloponnes gelegen – wo wir für einige Tage Gäste sein durften - könnte man als "Naherholungsgebiet" für betuchte Griechen und eher gehobenen Tourismus bezeichnen. Viele Ferienwohnungen, gepflegte Restaurants und ein mondänes Hotel kennzeichnen das Eiland. Historische Bedeutung hat die Insel aus der Zeit des griechischen Unabhängigkeitskrieges (1821 – 1829 gegen die Osmanen). Vor Spetses wurde dank eines Handstreichs das Flaggschiff einer osmanischen Flotte zerstört, was die Insel vor der Besetzung rettete und einen Teilerfolg im Freiheitskrieg der Griechen bedeutete.

Samos
Samos ist eine der griechischen Inseln in unmittelbarer Nähe der türkischen Küste. Gerademal einige 100 m Meer liegen dazwischen. Bei Pythagorio im Süden und Karlovasi im Norden finden sich die einzigen Ebenen der Insel. Den Rest kann man als hügelig bis gebirgig bezeichnen.
Historisch ist die Insel bekannt als Geburtsort des Pythagoras (vermutlich um 570 v.Chr.).
Touristisch lebt Samos vor allem von den Badestränden an der Nordküste und einem bescheidenen Wandertourismus auf den Bergen. Für uns zeigte sich der Charme der Insel aber vor allem abseits der Hauptstrassen in den kleinen Dörfern und der abwechslungsreichen Landschaft. Bezeichnend auch, dass die landschaftlich schönsten Buchten mit ihrem kleinen Kiesstränden meist nur zu Fuss zu erwandern und daher wenig bevölkert sind.

Ikaria
Wenig westlich von Samos gelegen ist Ikaria in vieler Hinsicht wie eine kleine Schwester von Samos. Im Gegensatz zu Samos ist Ikaria landschaftlich nun wirklich einfach ein "Berg im Meer". Die einzige schmale ebene Fläche liegt in einem Taleinschnitt ganz am Ostrand der Insel. Gerade genug Platz für eine Flugpiste.
Bekannt sind in Ikaria vor allem die Thermen, welche von Landsleuten und ausländischen Gästen gut frequentiert sind. Der Tourismus ist hier noch bescheiden. Das hat sein Gutes, wenn man Ruhe und Natur sucht. Andererseits sind manche der wenigen Sehenswürdigkeiten oft kaum gepflegt und das Auffinden derselben für nicht Einheimische gleicht teilweise einer Schatzsuche.
So ging es uns auch, als wir das Monument des Ikarus suchten. An der Stelle, wo er ins Meer gestürzt sein soll schaut ein kleiner Felsbrocken knapp vor der Küste aus dem Meer und die Inselbewohner haben am Ufer eine Art Freilichtbühne erbaut. Aber eben, finden kann man das nur, wenn man auf von Hand beschriebene improvisierte Holztafeln achtet und über ein geländetüchtiges um nicht zu sagen landwirtschaftliches Fahrzeug verfügt.
Reisetagebuch
Samstag, 23. September 2017
Heute nahmen wir es gemütlich.
Am Morgen ein Spaziergang in die Hafenstadt Agios Kirikos, dort etwas bummeln und "lädelen" (aber nicht wirklich ernsthaft) und dann mit dem Wassertaxi zurück nach Therma.
Am Nachmittag faulenzen, lesen, Postkarten verschicken (ja wir machen das noch) und uns auf ein letztes feines Nachtessen auf Ikaria freuen.
Morgen geht der Flug nach Athen. Am Montag steht wohl eine Stadtrundfahrt in Athen an und am Dienstag geht's zurück in die Schweiz.

Wir melden uns dann in ein paar Tagen wieder mit einem Rückblick auf unsere Eindrücke aus Griechenland.

Freitag, 22. September 2017
Heute ging’s wieder früh los auf die Nordseite der Insel. Angesagt waren kulturelle und historische Orte. So die wunderschön gelegene Kirche am Hafen von Galiarski, das teilweise in Fels gebaute Koster von Pigi und schliesslich die archäologischen Stätten in Kampos. Auf der Heimreise lockte das schöne Wetter dann noch für einige Landschaftsaufnahmen und Bilder von den unzähligen Bienenhäuschen, welche überall in den Wäldern und in den mit Erika übersäten Hängen in ganzen Kolonien stehen.
Donnerstag, 21. September 2017
Jetzt herrschen endlich Temperaturen, die zum Wandern einladen. So haben wir heute morgen die Ostspitze der Insel zu Fuss umrundet vom Flughafen zum alten Turm von Drakano, die Steilküste hinunter zum Agios Georges Beach und wieder zurück. Auf diesem Weg kommt man an der Höhle des Dionysos vorbei. Der griechische Gott des Weines soll in dieser Gegen geboren sein (allerdings gibt es viele weitere Ort, welche das für sich in Anspruch nehmen). Von ihm oder von leeren Weinkrügen war aber ohnehin nichts zu finden …
Auf der Weiterfahrt vom Flughafen zum Bergdorf Perdiki lernten wir dann die Präzision und Verlässlichkeit der hiesigen Strassenkarten kennen. Zwar war die Bergstrasse mit all ihren Kurven genau verzeichnet, aber die Kategorisierung als normale Überlandstrasse war angesichts der steinigen und holprigen Unterlage doch eine mächtige Übertreibung! Die Ziegen werden sich ihren Teil gedacht haben, als sich unser Micra an ihnen vorbei über diese abenteuerlich Piste quälte.
Als wir später noch das Denkmal für den abgestürzten Ikarus besuchten fanden wir eine wesentlich bessere, steil zur Küste abfallende Betonstrasse – bis dann plötzlich Schluss war und wir uns auf einer Art Ansammlung von Sand und Gesteinsbrocken bewegten. Hinunter ging’s noch einigermassen. Der «Wiederaufstieg» war dann schon recht abenteuerlich und brachte unser Wägelchen und unseren Puls an die Grenzen. Wer hat da was von Abenteuerferien gesagt … ?
Mittwoch, 20. September 2017
Die Insel Ikaria erscheint mir wie ein riesiger Fels mitten im ägäischen Meer. Die Küstenstreifen und Strände sind sehr schmal und oft wegen Steilküsten gar nicht vorhanden. Von der Meeresküste geht es meist steil und auf Serpentinenstrassen die Hänge hinauf zu den höher gelegenen Ortschaften.
Heute schauten wir uns im Hochland im Nordwesten etwas um und wanderten einige Strecken in Höhenlagen. Viele Landschaften hier erinnern an abgelegene Tessiner Täler – sowohl was die Vegetation, die Terrassierung, die Steinhäuser und die kurvigen und engen Strassen betrifft. Aber eine schöne Gegend  - vor allem geeignet für Bergwanderungen im Frühjahr und im Herbst.
A propos Hebst; heute liessen die Temperaturen etwas nach, sodass es am Abend recht angenehm war um draussen zu essen. Auch sahen wir zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder einige Wolken.
Dienstag, 19. September 2017
Mit unserem kleinen Nissan Micra – der auf den schmalen Strassen und beim Parkieren entlang den Häusern sehr praktisch ist – starteten wir Richtung Westteil der Insel. Da gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder den Umweg über den Ostzipfel der Insel oder über eine Passstrasse in der Mitte der Insel. Wir haben uns für letztere Variante entschieden – leider. Wir mussten umkehren, da die Strasse auf der Nordseite des Passes wegen Asphaltier Arbeiten gesperrt war. So änderten wir unser Ziel und besuchten das Dörfchen Magganitis, genossen in einem typischen Dorfkaffee (Kafenion) einen Lunch und schossen Bilder von kleinen Hafen und entlang der Küste zurück nach Therma.
Montag, 18. September 2017
Wir verlassen die Insel des Pythagoras und wechseln auf Ikaria, welche den Namen des nach der Legende zu Tode gestürzten Ikarus trägt. Die Fahrt mit dem Katamaran war ruhig und Ikaria empfing uns mit «lockeren» 30 Grad Celsius. Es scheint, dass der Herbst mit etwas milderen Temperaturen noch auf sich warten lässt.So nahmen wir dann nach dem abendlichen Bummel von Therma ins Städtchen Agios Kirikos auf dem Rückweg das Wassertaxi.
Der alte Kapitän steuerte das traditionelle Boot mit der rechten Hand am Gashebel und mit dem abgespreizten linken Bein am Hebel des Steuerruders.Marina, die Inhaberin des gleichnamigen Hotels in dem wir wohnen, nahm sich Zeit, uns während einer Stunde die Besonderheiten der Insel Ikaria zu erklären. Wir werden sehen, was wir davon alles bewältigen können.
Therma – unser Standort hier auf der Insel – liegt in einer kleinen Bucht und viele Häuser und die Hotels «kleben» richtiggehend an den steilen Hängen. Für uns heisst das Treppensteigen um ins Hotel zu kommen. Tut nach dem Nachtessen aber richtig gut …

Sonntag, 17. September 2017
Pythagoras von Samos ist wohl allen, die je Geometrieprüfungen absolviert haben, ein Begriff. Seine Statue steht am Hafen von Pythagorion. Die im Kern sehr touristische Stadt verfügt mit der Burg am Meeresufer, welche in der heutigen Form aufs Jahr 1823 zurück geht, einen weiteren sehenswerten Teil. Die Vorläufer dieses Baus sahen über Jahrhunderte unterschiedliche Herren und wiederholte Angriffe und Besetzungen durch Osmanen, Römer, Türken und Piraten.
Bereits im 6. Jahrhundert v.Chr. entwarf Eupalios eine Kontruktion zur Sicherung der Wasserversorgung der Stadt. Der über einen Kilometer lange Tunnel des Eupalinos fordert den Planern und Bauteams heute noch grossen Respekt ab. Vor allem, wenn man weiss, dass am Ende der rund 10 Jahre dauernden Bauzeit sich die von Nord und Süd gleichzeitig vorstossenden Equipen genau am geplanten Ort trafen.

Morgen Montag verlassen wir Samos und nehmen die Fähre nach Ikaria.
Samstag, 16. September 2017
September und Oktober sind hier auf Samos und anderen Inseln eigentlich Wanderzeit – eigentlich. Dieses Jahr sind die Temperaturen aber für die Jahreszeit um etwa 5 – 10 Grad zu hoch. Wir fuhren trotzdem zur Nordwest Ecke von Samos und machten uns auf eine Wanderung zur Potami und zur Seitani Bucht. Die Wanderung führt von der Naturstrasse hoch über dem Meer in einem Auf und Ab durch Fichtenwälder und Olivenhaine bis an die steinigen aber schönen und abgelegenen Strände. Da die «Wandertemperaturen» aber trotz Schatten und teilweise leichter Brise bei rund 30 Grad lagen, liessen wir es bei einer verkürzten Variante von gut 2 Stunden bewenden. Einen nachhaltigen Eindruck der tollen Küstenlandschaft konnten wir trotzdem mitnehmen.
Auf dem Weg von Karlovassi an der Nordküste zurück nach Ireon an der Südküste machten wir einen Abstecher hinauf ins Bergdorf Platanos. Die stark gewundene Strasse führt durch gewaltige Rebberge, die sich in Terrassen über den ganzen Berg hinziehen. Ein fantastischer Blick ergibt sich über die Heimat des Samos Weins bis hinaus aufs Meer.
Freitag, 15. September 2017
Die Insel Samos wird durch einen Bergriegel in Nord und Süd geteilt. Heute überquerten wir dieses «HInderniss» und besuchten Teile der Nordküste. Richtiggehend an den Hang geklebt ist die alte Hauptstadt Vathy, welche heute Teil des Inselhauptorts Samos ist. Ein freundlicher älterer Herr, mit dem wir ins Gespräch kamen, erklärte uns die Bauweise der alten Häuser. Ihr Aufbau besteht aus Holz, welcher dann mit einem Verputz versehen wird. Grund für diese Bauweise ist die relativ hohe Erdbebengefahr in der  ganzen Ägäis.
Danach ging’s weiter westlich entlang der Nordküste bis zu einer eng gewundenen Bergstrasse rund 400 m hinauf ins Bergdorf Manolates. Im ganzen Berghang zwischen Zypressen und Fichten sieht man fleckenartig Rebhänge verteilt. Die Traubenlese ist bereits vorbei, aber wir konnten uns auch so leicht vorstellen, welcher Aufwand hier für den bekannten süssen Samos Wein betrieben werden muss. Wir werden ihn daher künftig mit mehr  Bedacht geniessen – aber uns deswegen kaum weniger genehmigen ……
Donnerstag, 14. September 2017
Nach einem kurzen problemlosen Flug sind wir gestern von Athen kommend auf der Insel Samos angekommen. Heute haben wir den Südwest Teil der Insel bereist. Dabei haben wir natürlich wie gewohnt die normalen Strassen manchmal verlassen und haben so einige tolle Küstenlandschaften gefunden. In dieser Gegend findet man viele kleine Buchten im Wechsel mit Steilküsten. Höhepunkt war sicher die kleine Bootswerft bei Drakei, wo noch nach alter Weise Holzboote für Fischer hergestellt werden.
Die Insel weist Berge bis über 1'000 m auf und die Strassen verlaufen abwechselnd durch Ortschaften an der Küste und dann wieder durch Bergdörfer. Somit pendelt man dauernd zwischen Meereshöhe und ca. 800 m Höhe.

Freitag, 08. bis Montag, 11. September 2017
Wir geniessen die Gastfreundschaft im Ferienhaus von Annita und Aris auf der sympathischen griechischen Insel Spetses.
Die Insel gehoert zu den eher kleineren griechischen inseln und kennt daher auch keinen Massentourismus. Das Staedtchen Spetses ist ganzjaehrig bewohnt und die meisten der Ferienhaeuser haben griechische Eigentuemer. Obwohl das Zentrum gut pulsierende Gassen mit Geschaeften und Restaurants hat, findet man auf dieser Inseln Ruhe und Musse.
Dieses Wochenende allerdings wurde Spetses richtig gehend ueberrannt. Grund dafuer ist das jaehrlich stattfindenden Fest der "Armata". Dieses geht zurueck auf das Jahr 1817, als eine uebermaechtige tuerkische Flotte die Insel bedrohte und das Ueberleben des damaligen und damit wahrscheinlich auch des heutigen Griechenland in hoechste Gefahr brachte. Dank einer heldenhaften Tat zweier jungen Maenner gelang es, das tuerkische Flaggsschiff in Brand zu setzen und zur Explosion zu bringen, worauf sich die Tuerken zurueck zogen.
Dieses Ereignis wird mit dem Verbrennen und zur Explosion bringen einer Bootsatrappe nachgestellt und mit einem Feuerwerk abgeschlossen.
Dienstag, 12. September 2017
Wir sind kurz zurück in Athen. Etwas waschen, umpacken, einkaufen und bereit machen für den morgigen Flug nach Samos, wo wir die nächsten 4 ½ Tage verbringen werden.
Donnerstag, 07. September
Heute ist eine kleine Schiffsreise von Piräus nach Spetses angesagt.
Die Tage über das Wochenende werden wir auf der Insel Spetses verbringen.
Davon mehr nach unserer Rückkehr nach Athen.
Mittwoch, 06. September 2017
Ausfahrt an die Südspitze von Attika bei Sounio. Dort hatten wir unsere erste Begegnung mit griechischen Säulen. Die imposanten Überreste gehören zu einem einstigen Tempel zu Ehren des Meeresgottes Poseidon. Der war heute sehr gnädig gestimmt und somit zeigte sich das Meer tiefblau und ruhig.
Aus Dankbarkeit für die gute Laune von Poseidon genossen wir am Abend ein Fischmenu.
Dienstag, 05. September 2017
Nach angenehmem Flug fahren wir mit unserem Gastgeber Ehepaar entlang der Küste von Glyfada (Athen Süd) und atmen der Küste entlang südländische Atmosphäre. Die anschliessende Fahrt durch Athen gibt uns dann einen ersten Eindruck dieser weitläufigen, pulsierenden Stadt - auch von den unerschrockenen und "kreativ" durch den dichten Verkehr kurvenden Roller- und Motorradfahrern.
Die Sehenswürdigkeiten von Athen werden wir in den kommenden Tagen noch näher kennenlernen.
Einstweilen geniessen wir die warmen Herbsttemparaturen.
Die Insel Samos ist der kleinasiatischen Küste vorgelagert. Im Südosten trennt die etwa 6 Kilometer lange und an der schmalsten Stelle nur 1,7 Kilometer breite Meerenge von Mykali die Insel vom türkischen Festland. Gemeinsam mit Ikaria bildet Samos den nördlichen Abschluss der Südlichen Sporaden. Mit einer Fläche von rund 480 qkm ist Samos die achtgrößte Insel Griechenlands. Vom Kap Katavasi im Westen bis zum Kap Gatos im Osten erreicht Samos seine maximale Länge von über 40 Kilometern. Die Breite beträgt in der Inselmitte 19 Kilometer und weniger als 5 Kilometer im Inselosten.
Das Relief der Insel ist zu über 60 % hügelig bis bergig mit Höhen zwischen 150 und 900 Metern. Dabei dominieren die beiden Massive des Kerkis und des Ambelos-Gebirges. Flachland und Ebenen bis 150 Meter Höhe nehmen mit fast 160 km² nahezu ein Drittel der Inselfläche ein. (aus Wikipedia)
Samos hat eine äusserst wechselhafte Geschichte. Einst griechisch fiel sie in der Antike mehrfach unter persische Herrschaft. Später geriet sie unter römische und osmanische Obhut. Im 19. Und 20. Jahrhundert wechselte die Regierungsgewalt mehrfach zwischen Griechenland und der Türkei. Schliesslich wurde Samos 1913 Teil des griechischen Königreichs. Mit den Weltkriegen erfuhr Samos zudem italienische, deutsche und britische Besatzungen.
Samos hat rund 33'000 Einwohner.
Die Insel Ikaria ist gut 250 qkm gross und liegt etwa 19 km westlich von Samos.
Die größte Länge von nahezu 40 km erreicht Ikaria von Westsüdwest nach Ostnordost. Die Inselbreite liegt zwischen 5,5 und etwa 8 km. Ikaria hat einen überwiegend gebirgigen Charakter mit zahlreichen Schluchten aber auch einer Hochebene im Südwesten. Auf ihrer Länge wird die Insel fast vollständig vom Atheras durchzogen, und erreicht bis zu 1.037 m Höhe. Dieser Bergzug teilt Ikaria in eine steilabfallende, unzugänglichere Südhälfte während der Abfall zur Nordseite hin sanfter ist.
Von 1523 bis 1912 gehörte die Insel zum Osmanischen Reich. Während des Italienisch-Türkischen Krieges 1912 erkämpften die griechischen Einwohner ihre Unabhängigkeit und bildeten den Freistaat Ikaria, der im Juli 1913 an Griechenland angegliedert wurde. Im Zweiten Weltkrieg stand Ikaria erst unter italienischer, später unter deutscher Besatzung.
Ikaria hat rund 8'500 Einwohner.