Doubs

Der Doubs - die Eckdaten

Quelle:
Bei Mouthe in Frankreich, 937 müM
Mündung:
In die Saône bei Verdun-sur-le-Doubs (F); 170 müM
Länge:
453 km
In der Schweiz,resp entlang Schweizer Grenze ca 75 km
Kantone:
Jura

Der Doubs - die Bilder

Fotos sind auf unserer Foto Hompeage zu finden.
Link: http://www.haniripics.com 
unter "Foto Galerie" und weiter zu "Entlang Schweizer Flüssen" / "Doubs".

Der Doubs - das Reisetagebuch

Nachtrag
Aus Meteogründen mussten wir im September einen Teil der Etappe von Biaufond nach La Goule auslassen. Am 09. Oktober wurde nun diese Lücke gefüllt. Mit einer Eintagesreise an den Doubs konnten bei recht gutem Wetter Fotos aus dem Gebiet des Staudamms und des Kraftwerks Refrain, sowie von den "Les Echelles de la Mort" (Todesleitern) geschossen werden.
Die Todesleitern haben ihren Namen aus der Zeit, da über den Doubs geschmuggelt wurde. Zu diesem Zweck mussten die rund 100 Meter hohen Felsen am Ufer des Doubs überwunden werden. Dass dies mit den damaligen Mitteln - sprich mit improvisierten Strickleitern - recht gefährlich war, lässt sich am Namen dieser Passage deutlich ablesen.
Heute sind für Wanderer zwar steile, aber gut begehbar Eisentreppen installiert. Für Kletterer stehen eine abwechslungsreiche Trainingsstrecke für freies Klettern, Strickleitern in luftiger Höhe und Passagen über ein Hochseil zur Verfügung.
Ich habe es dann beim Treppensteigen und Fotografiern belassen ...

Entlang dem Doubs – Rückblick
Von Les Brenets bis nach La Motte zeigt der Doubs sehr unterschiedliche Gesichter. Zunächst fliesst er als wilder Fluss in einer tief eingeschnittenen Schlucht, deren Hänge streckenweise die Züge einer Urlandschaft tragen. Dann wieder wird der Fluss – unfreiwillig – friedlich und präsentiert sich wegen der Staudämme zu Seen, in denen die herbe Landschaft sich spiegelt. Im Gebiet des Clos du Doubs (im Doubsbogen von Soubey- Saint-Ursanne – La Motte) wird die Umgebung des Flusses offener und sanfter; die Fluss nahe Umgebung bleibt aber ruhig und ausserhalb der Ortschaften von Überbauungen und Industrie verschont.
Leider sind es aber trotzdem von Menschen gemachte Umwelteinflüsse, welche den so malerischen Fluss bedrohen. Die Staudämme, welche der Gewinnung von elektrischer Energie dienen, sind älteren Datums und verfügen beispielsweise über keine Fischtreppen. Dies setzt vor allem dem Apron zu, einem Ureinwohner des Doubs, den es einzig hier überhaupt gibt. Auch der natürliche Transport des Flussgeschiebes und es auf dem Wasser treibenden Blütenstaubs wird so behindert. Die auf den umliegenden Hochebenen angesiedelte Vieh- und Landwirtschaft gibt zunehmend Reste von Düngerstoffen in den Doubs ab, was sichtbar zu einem übermässigen Algenwuchs führt. Dass der Fluss ein Grenzfluss ist, erschwert Massnahmen zum Schutz des Wassers und der flussnahen Natur. Schutzmassnahmen müssen unter vielen Beteiligten mit unterschiedlichen Interessen erarbeitet werden – Schweiz, Frankreich, CH Kantone, F Départements, Gemeinden, Bauernverbände, Energiewirtschaft, usw. – was den ganzen Prozess gewaltig verzögert, aber hoffentlich nicht abwürgt.
Die Menschen entlang dem Doubs haben wir als äusserst gastfreundlich und offen erlebt. Hier sagt man noch bei jeder Gelegenheit freundlich "bonjour" und "au revoir" (mer isch halt no uf em Land).
Kulinarisch dominieren entlang des Doubs logischerweise die Bachforelle, der Weisswein, die flambierte Omelette aus Eiweiss, die gebrannte Crème mit Absinth und alle Sorten von Käse, um nur einige zu nennen.
Ach ja, fotografiert haben wir auch – vor allem Wasser. Leider war uns nicht immer genügend Sonnenlicht beschieden, sodass die Farben der Natur nicht immer voll zum Leuchten kamen. Aber ein paar gute "Föteli" sollten schon herausschauen.

Mittwoch, 24.09.2014
Route:

Rückreise nach Baldegg über Saint-Ursanne – Bellelay – Taubenlochschlucht.
Wetter: Im Jura noch lange sonnig bei ca 16 Grad.
Eindrücke:
Saint-Ursanne.
Die historische Kleinstadt am Doubs gehört heute zur Gemeinde Clos du Doubs (Doubs Bogen) im Kanton Jura. Man vermutet, dass der Eremit Ursicinus hier in der Zeit von 612 bis 619 gewirkt hat. 849 wurde über dem Grab des Eremiten ein Kloster gegründet. Später wurde eine Abtei errichtet, welche wiederum in ein Chorherrenstift umgewandelt und 1210 dem Fürstbistum Basel unterstellt wurde.1338 erhielt Saint-Ursanne die ersten Marktrechte.
1793 bis 1815 gehörte Saint-Ursane zu Frankreich und kam dann durch einen Entscheid des Wiener Kongresses an den Kanton Bern und wurde 1979 Teil des neu geschaffenen Kantons Jura. Eine Place du Roland Béguelin bei der Post und die Hauptgasse als Rue du 23 Juin (Datum der Volksabstimmung über den Kanton Jura) sind Zeugen der jüngeren Geschichte.
Ansonsten hat der Stadtkern seine sympathische historische Substanz behalten – ein Besuch lohnt sich allemal.
Bellelay.
Unsere zweite Station auf der Rückreise war das Dörfchen Bellelay, das eigentlich vor allem aus dem ehemaligen Kloster – seit 1899 eine psychiatrische Klinik - dem imposanten Hotel de l'Ours und dem einstigen Hof des Klosters – heute Schaukäserei und Museum – besteht. Anlass für unseren "Gwunder" war die Tatsache, dass der Dichter Robert Walser einst hier eingeliefert war. Vor Ort zeigte sich dann, dass auch der Besuch des Museums lohnenswert ist. Dabei dreht sich natürlich alles um den Käse, genauer um den "Tête de Moine" (Mönchskopf), der von den einst hier ansässigen Mönchen kreiert wurde und heute ein AOC geschütztes Produkt der Region ist.
Interessant, respektive lustig sind zwei Fakten. Einerseits wurde die "Girolle" – das Gerät zum Schaben des Tête de Moine erst 1981 von Nicolas Crevoisier erfunden und andererseits weigerten einige Leute sich, den Käse auf die Girolle aufzustecken, weil man damit ja symbolisch einen Nagel in den Kopf eines Mönchs treibe. A propos treiben – man kann's auch übertreiben mit der Symbolik; schliesslich entsteht der Käse ja aus Milch und nicht aus Mönchsteilen …
Geschichte zum Tage:
Warum werden im Jura an manchen Orten Holzschuhe - in Originalgrösse oder als Dekorationsstücke – zum Kauf angeboten? Holländischer Einfluss? Nein, aber in Cornol, einem Nachbardorf von Corgenay im "Pruntruter Zipfel" besteht in vierter Generation die letzte Holzschuhmacherei der Schweiz. Was früher ein Luxusartikel für die bessere Gesellschaft im Jura war, ist heute ein Nostalgie Produkt (zB für Fasnachts Cliquen) und ein Souvenir- und Geschenkartikel in allen möglichen Formen und mit kunstvoll geschnitzten Motiven versehen.
siehe unter http://autrefois-les-sabots.e-monsite.com/pages/les-saboteries/la-derniere-saboterie-de-suisse-a-cornol-jura-suisse.html

Dienstag, 23.09.2014
Standort :

Hotel du Doubs in Goumois
Route:
Soubey  – Saint-Ursanne; ca 15 km.
Wetter:
Am Morgen leicht bewölkt, sonst sonnig; mit Bise bis ca. 15 Grad, tolles Wanderwetter
Eindrücke:
Die Wanderung von Soubey nach Saint-Ursanne verläuft in einem zunehmend offenen und breiten Tal. An einzelnen Stellen reichen nun die Weiden bis ans Flussufer und an den Hängen sieht man grosszügige Höfe und ausgedehnte (Alp-)Weiden. Der Doubs fliesst in flottem Tempo und recht regelmässig. Rast- und Campingplätze mehren sich.
Dass man sich dem Ziel nähert erkennt man etwa 2 km vor dem Städtchen an der markanten Eisenbahnbrücke.
Mit der heutigen Etappe haben wir die letzte Lücke in unserer Wanderung dem Doubs entlang von Les Brenets bis nach La Motte geschlossen.
Morgen „betätigen“ wir uns vor der Heimreise noch ein bisschen als Touristen im Städtchen Saint-Ursanne.
Eine abschliessende Zusammenfassung folgt in den nächsten Tagen. Das Aufbereiten der Bilder jedoch wird noch etwas dauern; wir werden uns diesbezüglich später melden.
Spruch zum Tage:
Viele kommen vom Holzweg direkt in die Sackgasse (Heinz Erhard).

Montag, 22.09.2014
Standort :

Hotel du Doubs in Goumois
Route:
La Motte – Saint-Ursanne; ca 8 km; Rundwanderung Moorsee ca 4 km.
Wetter:
Am Morgen noch etwas bewölkt, sonst sonnig; Bise, ca 16 Grad.
Eindrücke:
Von Saint-Ursanne gegen La Motte hin, wo der Doubs die Schweiz Richtung Frankreich wieder verlässt ist das Gefälle des Wasserlaufs gering. Nach  Saint-Ursanne liegen beidseitig des Wassers kleine Bauernhöfe, Campingplätze und Holz verarbeitende Betriebe. An zwei Stellen verlaufen quer durch den Doubs kleine Dämme. Der obere - kurz nach Saint-Ursanne - dient heute noch einem Elektrizitätswerk. Der untere wurde seinerzeit zum Betrieb einer Mühle erbaut. Diese Mühle existiert allerdings nicht mehr. Bedingt durch diese zwei Staustufen und das geringe Gefälle steht der Doubs streckenweise fast „still“, was bei sonnigem Wetter tolle Reflexionen auf der Wasseroberfläche ergibt.
Den Nachmittag verbrachten wir mit „fotografischen Kleinarbeiten und Übungen“ rund um den Etang de Gruère. Dieser Moorsee entstand ein einer natürlichen Senke, wurde aber noch zusätzlich gestaut, um dem einstigen Sägewerk einen regelmässigen Wasserfluss zu garantieren. Heute ist der kleine See eine Attraktion für Naturfreunde, Familien und Touristen.
Spruch zum Tage:
Man kann nicht alles haben - wo sollte man's hintun? (Steven Wright)

Sonntag, 21.09.2014
Standort :

Hotel du Doubs in Goumois
Route:
Kurzausflüge zu den Etang de Gruère und nach Saint-Ursanne
Wetter:
Abwechselnd sonnig und sintflutartiger Regen
Eindrücke:
Die kurze sonnige Phase am Vormittag nutzten wir zu einem ersten Spaziergang um den Moorstausee „Etang de Gruère“. Mehr davon morgen.
Die Aufhellung am Nachmittag verbrachten wir mit einem Bummel durch das malerische Städtchen Saint-Ursanne mit seinem kompakten historischen Kern. Davon mehr – voraussichtlich am Mittwoch.
Spruch zum Tage:
Die Geschichte ereignete sich gestern im Restaurant Clairbief oberhalb von Subey. Ein Herr deutscher Muttersprache versuchte bei der Serviertochter mit „vereinfachtem Kinderdeutsch“ die Karte zu verlangen, indem er sagte:“Karte zum Essen, bitte“. Die Antwort der französischsprachigen Angestellten:“Aah, le menue, das nennt sich auf Deutsch die Speisekarte“.

Samstag, 20.09.2014
Standort :

Hotel du Doubs in Goumois
Route:
Goumois – Soubey; . ca. 15 km
Wetter:
Nächtliche Gewitter; sonniger Tag, ca. 24 Grad
Eindrücke:
Kurz vor Goumois befindet sich eine Kanu Wildwasserstrecke. Ab Goumois fliesst der Doubs dann – zumindest bei Normalwasserstand – recht ruhig. Ab hier trifft man daher auch Freizeit Kanuten, die auf dem Wasser gemütlich den Doubs hinunter „wandern“ und auf den gelegentlichen Sandbänken picknicken. Das Tal bleibt zwar noch für ein paar Kilometer eng, die Hänge sind aber weniger steil und auf dem Talboden gibt’s Platz für einige Feuchtwiesen. Rund 2 km vor Soubey öffnet sich das Tal stärker und es finden sich einige Weiden und sogar ein bisschen Ackerbau.
Insgesamt eine einfache Wanderstrecke.
Spruch zum Tage:
„Zwischenzeitlich wurde der Gehgips an meinem rechten Arm entfernt“ (aus Versicherungs-Stilblüten).

Freitag, 19.09.2014
Standort :

Hotel du Doubs in Goumois
Route:
Goumois – La Goule - Goumois; . ca. 15 km
Wetter:
Ganzer Tag wechselhaft mit Regen und Sonne; ca. 22 Grad
Eindrücke:
Der Wanderweg zwischen La Goule und Goumois ist gut ausgebaut. Die Flusslandschaft wechselt zwischen wild und ruhig. Da der Doubs seine urwüchsige Kraft aber meist in tiefen Schluchten auslebt, erreicht man diese malerischen Stellen nicht und muss sich jeweils mit einem Blick von oben begnügen. Wo das Tal leicht breiter wird entstehen dann aber am Ufer und in der Mitte des Flusses sofort kleine Auen, wo sich die Wasservögel ungestört tummeln können.
Auf halbem Wege bei Le Theusseret befanden sich einst eine Mühle und ein Sägewerk. Heute ist das Gebäude – vor allem auch innen - wunderschön restauriert. „Restauriert“ist auch im übertragenen Sinne zu verstehen, da das Haus heute ein gepflegtes und gemütliches Restaurant beherbergt.
Die (petit) Barrage von La Goule.
Durch einen Felssturz im 14. Jahrhundert wurde der Lauf des Doubs hier von Norden her auf natürliche Weise stark verengt. Es brauchte dann nur noch einen kleinen Staudamm, um ab 1894 an der Stelle elektrische Energie zu gewinnen.
Gleich beim Staudamm führt eine Brücke nach Frankreich. Ihr Zustand ist allerdings nicht mehr der beste. Eine Hinweistafel empfiehlt, die Brücke rasch zu überqueren und nicht in Gruppen in deren Mitte stehen zu bleiben. Seit zwei Jahren ist der Übergang offiziell geschlossen und man wartet auf die Sanierung …
Spruch zum Tage:
Man ist nicht mollig; man braucht bloss Platz für seine inneren Werte …

Donnerstag, 18.09.2014
Standort :

Hotel du Doubs in Goumois
Route:
Wanderung im Gebiet La Goule – und zur Ruine Spiegelberg (bei Le Noirmont); ca. 8 km Foto-Wanderung (wobei ein „Fotokilometer“ bis zu einer Stunde oder mehr dauern kann …)
Wetter:
Regen in der Nacht, Morgennebel; Vormittag Nieselregen, Nachmittag zunehmend sonnig mit  ca. 22 Grad.
Eindrücke:
Auch zwischen Biaufond und La Goule verläuft der Doubs in einer tiefen engen Schlucht. Dem Flusslauf abwärts folgend hätten wir eigentlich in Biaufond starten und von dort Richtung La Goule marschieren müssen. Da aber ein Teil des Weges leider hoch am Hang im Wald verläuft und die mit Kalkstein durchsetzten Wege bei Nässe mühsam begehbar sind, haben wir uns den Teil von Biaufond bis gegen La Bouège „geschenkt“.
Vor La Goule mit der dortigen kleinen Staumauer und dem leicht geweiteten Tal ergibt sich eine idyllische See- und Feuchtwiesenlandschaft.
Ab Le Noirmont erreicht man auf der Krete „Arète des Sommêtres“ die Ruinen der Burg Spiegelberg und kurz danach einen tollen Aussichtspunkt auf 1‘075 müM mit Bick hinunter ins Tal des Doubs.
Spruch zum Tage:
Kalorien sind kleine Tiere, die im Kleiderschrank wohnen und nachts die Kleider enger nähen (aus dem Internet).

Mittwoch, 17.09.2014
Standort

Hotel du Doubs in Goumois
Route:
Mit dem Auto nach Les Brenets – La Roche du Moron – Biaufond;
Kurze Wanderungen zum Tour Jörgensen (Les Brenets) und um den gestauten Doubs bei Biaufond; ca. 6 km.
Wetter:
Sonnig/bewölkt; 22 Grad; Morgennebel
Eindrücke:
Nach der gestrigen Tour begnügten wir uns mit einigen Wanderungen: Am Morgen ging’s hinauf zum Tour Jörgensen, von wo man einen guten Überblick geniesst über Les Brenets. Am Nachmittag wanderten wir entlang dem Stausee bei Biaufond bis zum Damm „Le Refrain“, welcher den Doubs in diesem Gebiet zurückstaut.
Ein kurzer Abendbummel führte uns in ein abgelegenes Fischrestaurant in der Nähe unseres Hotels, wo wir den Tag mit einer Doubs Forelle (blau) und einem Schluck Weissen abschlossen.Spruch zum Tage:
Man muss das Beste hoffen, das Schlimmste kommt von ganz allein (altes Sprichwort).

Dienstag, 16.09.2014
Standort :
Hotel du Doubs in Goumois
Route:
Les Brenets – Bootsfahrt auf dem Lac des Brenets – Wanderung Saut du Doubs bis Maison Monsieur (bei Biaufond); . ca. 20 km zu Fuss bis zum Maison Monsieur kurz vor Biaufond.
Wetter:
Morgennebel; sonnig, 20 Grad.
Hotel:
Hotel du Doubs in Goumois
Eindrücke:
Ab dem Dorf Les Brenets wird der Doubs zum Grenzfluss zwischen der Schweiz und Frankreich, und das bis kurz vor der Ortschaft Soubey. Im heutigen Teilstück fliesst der Doubs aus dem Lac des Brenets, fällt kurz danach beim Saut du Doubs fast 30m hinunter in den Stausee Lac de Moron. Bis nach Biaufond hat sich der Fluss in eine Schlucht eingefressen mit bis 300 m hohen bewaldeten Hängen. Der Aufstieg von Biaufond bis auf die Kreten vor La Chaux-de-Fonds überwindet 400 m Höhendifferenz.
Dort wo der Fluss zwischen den Staudämmen frei fliesst, zeigt er seine Wildheit und seine Kraft. Letztere führte bereits im 18. Jahrhundert dazu, dass sich schwierigem Zugang diverse Mühlen und mechanischen Werkstätten ansiedelten – immer bedroht von der Unberechenbarkeit des Doubs mit seinem Hochwasser. Einige der ehemaligen Anlagen liegen heute tief im Stausee Lac de Moron.
Als wir mit den Train du Jura (Saignelégier - Chaux-de-Fonds), mit der SBB (bis Le Locle) und schliesslich mit dem Schienenbus das letzte Stück bis nach Les Brenets fuhren, war der Doubs noch „benebelt“. Pünktlich zur Bootsfahrt auf dem Lac des Brenets brach dann aber die Sonne durch und begleitete uns den ganzen Tag. Wir genossen Natur pur am Fluss und mit den durchgehend mit Moos bedeckten Wäldern, begegneten genau einem Wanderer mit Hund, drei Fischern, einem Biker und vier Eisvögeln, für welche dieser Flussabschnitt offenbar ein bevorzugter Lebensraum ist.
Spruch zum Tage:
Bei manchen Leuten ist ein Hirnschlag ein Schlag ins Leere (unbekannter Verfasser).

Montag, 15.09.2014
Standort :
Hotel du Doubs in Goumois
Route:
Baldegg – Vallorbe – Mouthe (F) – Quelle des Doubs; 230 km Autofahrt
Mouthe – Les Vierrères – La Brévine - La Chaux-de-Fonds – Goumois; 115 km
Spaziergang im Gebiet der Doubs Quelle
Wetter:
Teilweise sonnig, 20 Grad, Morgennebel, am Abend Gewitterregen.
Eindrücke:                            
Der Doubs entspringt aus einem Felsentor, und zwar bereits als richtiger Bach. Das hat zu tun mit dem Kalkgestein im Jura, welches aufgrund seiner Beschaffenheit dem Wasser unzählige unterirdische Wege bietet. Das Höhlensystem des Doubs wird immer noch erforscht. So bildet auch der Doubs an seiner Quelle den Ausfluss aus einem Höhlensystem mit mehreren Syphons. Diese so genannte Karstquelle ergiesst sich in einen Quelltopf. An der Quelle begrüsste uns netterweise ein Eisvogel! Von der Quelle fuhren wir über das geschichtsträchtige Les Verrières (Stichwort Bourbaki Armee) und La Brévine nach Goumois, wo wir für die nächsten Tage unser „Basislager“ aufgeschlagen werden.
Spruch zum Tage:
Männer haben die Hosen an, aber die Frauen sagen welche! (so viel zum heutigen Tag der Demokratie …)